12 Tipps: Darm gesund = Mensch Gesund 🔆 DEEP DIVE

FĂŒr ein gutes BauchgefĂŒhl

Unser Darm ist enger mit unserem Hirn verknĂŒpft als wir vielleicht annehmen, daher ist es nicht verwunderlich, dass negative GemĂŒtszustĂ€nde, Aggression und Depressionen durch „schlechte“ Nahrung begĂŒnstigt werden. 

In einem meiner Lieblings-BĂŒcher zum Thema Darm:  „Darm mit Charme“ von Giulia Enders geht es es so treffend um das Thema, ĂŒber das keiner Spricht. Und sie schreibt auch sehr amĂŒsant ĂŒber die vielen kleinen Prozesse, die wir im Alltag völlig ĂŒbersehen/ nicht bedenken: …“Wir essen klammheimlich ein winziges StĂŒck Torte, denken, keiner hat’s gesehen und in unserem Bauch brĂŒllt es laut: â€șâ€ș TOOOORTEEEE â€čâ€č.“ … Denn auch bei einem kleinen Bissen, machen sich unsere Darmbakterien an die Arbeit und wir beeinflussen unsere Darmflora.

Die Magie entsteht im Kleinen

Das, was wirklich in unserem Bauch geschieht, wenn wir etwas essen oder trinken, ist wohl den wenigsten wirklich bewusst, sonst wĂŒrde niemand mehr diese Mengen an Weißmehl, Zucker, Alkohol oder Milchprodukten verdrĂŒcken. 

Die kleinen Nahrungsenyme und Bakterien in unserem Darm, machen unser Überleben erst wirklich möglich und mitten im GetĂŒmmel befindet sich ein großer Teil unserer Immunabwehr. So kann man sagen, dass wenn es unserem Darm gut geht, er fröhlich seine Arbeit tun kann, so sind auch wir gesund.

Alles beginn im Mund – hier wird zerkleinert und mit Speichel vorbereitet, passiert dies nicht oder nur wenig, hat der Magen wesentlich mehr zu tun und der Darm kann evtl. nicht alle NĂ€hrstoffe aus der Nahrung ziehen. Interessant ist auch, dass unser Speichel basisch ist (oder wĂ€re. Oft ist dies nicht mehr der Fall, da die Ausscheidungen ĂŒber die Mundschleimhaut zu sauer sind.) 

DienĂ€chste Station ist der Magen – hier wird weiter zerkleinert, geschaukelt und ein wenig sortiert. Zuerst wartet der Magen allerdings entspannt ab, bis alles drin ist und dehnt sich weiter und weiter, falls mehr und mehr kommt. Der Magen bewegt den Brei hin und her, damit das ganze mit MagensĂ€ure durchtrĂ€nkt wird. Diese SĂ€ure ist gut und wichtig, denn mögliche Keime oder Erreger werden eliminiert und durch die Enzyme des Magensaftes wird der Brei vorbereitet um in DĂŒnndarm verdaut und aufgenommen zu werden.
Der Magen entlĂ€sst aber nur gut vorbereitete Nahrung, das Steak muss ca. 6-7 Stunden im Saft hin und her schaukeln, um passieren zu dĂŒrfen, die Nudeln dagegen werden zĂŒgig durchgewunken!

Und dann, im DĂŒnndarm geht’s erst richtig los, denn hier werden die Nahrungsbausteine verdaut und aufgenommen, damit sie ĂŒber das Blut zu unseren Zellen verteilt werden. Der Brei, mit MagensĂ€ure durchtrĂ€nkt, wird am Anfang erstmal durch ein kluges Schutzsystem des Körpers (um sich nicht selbst innerlich zu verĂ€tzen, denn MagensĂ€ure liegt mit einem pH Wert von 1,5-3 im stark sauren Bereich) mit leicht basischer FlĂŒssigkeit durchmischt. Das Gallen- und das BauchspeicheldrĂŒsensekret. Ohne dieses 2 VerdauungssĂ€fte können wir nur schwer Fette und Eiweiße aufspalten und wĂŒrden unsere Darmschleimhaut durch die extreme SĂ€ure schĂ€digen.

Im DĂŒnndarm wird zerlegt, sortiert, aufgenommen und aktiv weiter geschoben. Je nach Beschaffenheit des Speisebreis, kann der Darm seine VorwĂ€rtsbewegung besser oder schlechter erledigen. Z.B. lĂ€sst sich ein klebrig, zĂ€her Brei eines Toastbrots, wo wenig FĂŒllstoffe enthalten sind, deutlich schlechter weiter schieben, als ein lockerer GemĂŒsebrei mit vielen unverdaulichen Ballaststoffen. Diese FĂŒllstoffe regen ihn nĂ€mlich erst so richtig an, aktiv zu sein.

Der NĂ€chste Abschnitt nach den 5-6 Metern DĂŒnndarm ist der Dickdarm. Hier geht alles deutlich langsamer voran (außer er wird gestört z.B. durch !!!Angst & Panik!!!, denn wenn wir „schiss“ đŸ˜±haben, wirkt sich das unter UmstĂ€nden direkt mit Durchfall auf unsere Verdauung aus.) Hier, relativ am Ende der Verdauungskette, arbeiten fleißig viele Mikroorganismen, die z.B. Vitamine herstellen, es wird Wasser und Sekret resorbiert und es wimmelt von Abwehrzellen (bei gesunder Darmflora).
Hier sind ganze Kolonien von Lymphozyten zuhause, die Erreger erkennen und tatkrÀftig bekÀmpfen.

Übrigens steht eine Instanz zwischen dem Blut, welches den Körperkreislauf (und damit jede Zelle) durchströmt und dem welches gerade die NĂ€hrstoffe aus dem Darm aufgenommen hat. Die Leber als wirkungsvoller Filter sorgt dafĂŒr, das Giftstoffe, Alkohol oder giftige Stoffwechselprodukte aussortiert und unschĂ€dlich gemacht werden. Zudem werden auch die wichtigen NĂ€hrstoffe wie: Zucker, Fett, Proteine, Vitamine etc. durch die Leber geschleust und das, was aktuell nicht benötigt wird im Körper, gespeichert fĂŒr spĂ€ter.

Ein gutes BauchgefĂŒhl entsteht, wenn diese Symbiose in Takt ist. 

Fakt ist: Antibiotika stört dieses gesunde Lebensgemeinschaft massiv und tötet alle, auch die guten und nĂŒtzlichen Bakterien, womit auch unser Immunsystem extrem geschwĂ€cht wird und es lange braucht, um den Sitz unserer Gesundheit wieder zu stabilisieren. 

Stress stört den Darm

Jeder weiß es, doch die wenigsten Ă€ndern etwas!!! Stress ist ungesund auf vielen Ebenen, doch wie Stress sich tatsĂ€chlich & ungesund auf unseren Darm auswirkt, ist vielen wohl nicht ganz bewusst.

Unser Darm ist eng verbunden mit unserem Hirn, es gibt quasi einen direkten „Draht“! Viele Prozesse im Körper laufen, wie unsere Verdauung, unbewusst ab und werden intern gesteuert und geregelt. Stress stört diese Steuerung massiv und bei chronischem Dauerstress, leidet eines ganz besonders: Unser Verdauungssystem!

Wir haben 3 Steuerungssysteme im Körper die dem vegetativen Nervensystem zugeordnet sind, welches die autonomen Prozesse, StoffwechselvorgĂ€nge und Organe steuert. 


1. Sympathische Nervensystem  

Hier wird auf Belastung regiert, z.B. durch physische Anstrengung oder auch psychische Belastung wie Stresssituationen, und der Körper wird in Flucht oder Kampfmodus versetzt. 
Puls, Blutdruck, Atemfrequenz steigen, Energie wird aus den Zellen bereit gestellt und Muskeln sowie Faszien spannen sich! All das wird durch die Stresshormone ausgelöst, die auf einen Reiz hin ausgeschĂŒttet werden. 
Machen wir uns permanent Druck oder stehen wir andauernd unter „Strom“, so feuert das System permanent und hĂ€lt den Körper im Flucht/ Kampf-Modus!!! 
Das Problem dabei ist: Alle fĂŒr den Modus unwichtigen Funktionen werden herunter gefahren. So werden auch die Verdauung und DarmtĂ€tigkeit gehemmt.

2. Parasympathische Nervensystem 

In diesem System stehen die Steuerung von Organen, Durchblutung, Atmung etc. sowie die Regeneration und Erholung im Vordergrund, warum man es auch den „Erholungsnerv“ nennt. 
Der Körper wird herunter gefahren, um wichtige StoffwechselvorgĂ€nge, Aufbau von körperlichen Reserven und Entspannung zu gewĂ€hrleisten. Dieses „runter fahren“ aktiviert ein 3 System und beeinflusst so die Verdauung.

3. Enteriche Nervensystem 

Dieses ist das ganz eigene Steuerungselement fĂŒr den Darm. Es arbeitet im Grunde völlig selbststĂ€ndig, ist aber ĂŒber die 2 ersten System zu beeinflussen

Hier werden die Darmbewegung, Sekretion und Absorption, Durchblutung und Immunfunktion gesteuert!!! Ja, hier sitzt das Immunsystem… und zwar zu 80%!!!

Aktivierung des Sympathikus, Stress und die dazugehörigen Hormone wie zB. Adrenalin und Noradrenalin – die bei kurzfristiger Belastung ausgeschĂŒttet werden und uns in „Vollgas“ Modus versetzen sowie z.B: Cortisol welches man auch als Dauerstress-Hormon bezeichnen könnte, hemmen unsere Verdauung. Ganz besonders der Dauerstress, Ärger und Wut die aufgestaut wird, sind absolute „Krankmacher“ und „Bremsen“ fĂŒr unseren Sitz der Gesundheit. 

Der Darm spiegelt Dein Inneres
Ein spannender Bereich ist auch die Verbindung zur Psyche, sodass Du ĂŒber den Zustand des Darms und der Verdauung, vieles ĂŒber Dich erfahren kannst. 
Z.B. zeigt Dir eine trĂ€ge Verdauung oder gar regelmĂ€ĂŸige Verstopfungen, dass Du an etwas Altem festhĂ€ltst und nur schwer loslassen kannst bzw. willst. 

Ein ĂŒbersprudelnder Magen, mit saurem Aufstossen und Sodbrennen, zeigt Dir, dass Du Aggressionen nicht offen zeigst und mit Ärger nicht umgehen willst oder nicht kannst.

Ärger der immer wieder herunter geschluckt wird, nicht ausgesprochen oder gelöst wird, kann sich ĂŒber Jahre zu einem GeschwĂŒr ausbilden, was Dich irgendwann zum handeln zwingt.

Hast Du kleine Misthaufen in dunklen Ecken, kleine Hamstertaschen um ein inneres BedĂŒrfnis nach stillen Reserven zu decken … vielleicht kommt es genau in diesen dunklen SondermĂŒlldeponien, wo man ungern hinschauen mag, zu Konflikten. Hier reagiert der Darm mit kleinen Ausbuchtungen und Taschen, die sich beim weiteren „horten“ gerne auch mal entzĂŒnden. (Divertikulose wird zur Divertikulitis)

[Das waren nur wenige Beispiele, wie die Psyche auf den Darm wirkt und auch umgekehrt. Da dies ein ĂŒberaus spannendes und großes Thema ist, empfehle ich das Buch von RĂŒdiger Dahlke: „Krankheit als Symbol“. Hier wird der gesamte Körper mit seinen Krankheiten und deren Bedeutung und HintergrĂŒnden erklĂ€rt. Oder Du begibst Dich in professionelle Betreuung, die sich mit diesem Thema auskennen. … Meine Wissensbasis in dem Bereich, ist meine Mutter: Ingrid Wilke – Heilpraktikerin & Kinesiologin]

NatĂŒrliche Darmpflege 

Der Körper hat das permanente BedĂŒrfnis, sich zu reinigen. Innen wie außen!!! Und gerade im Darm gibt es „hĂ€ĂŸliche“ Ecken und auch viele Nischen, wo sich „Dreck“ sammeln kann, daher ist es fĂŒr die allgemeine Gesundheit, das Immunsystem und unsere Leistungskraft wichtig, den Darm regelmĂ€ĂŸig ordentlich zu reinigen & zu pflegen. (Oder lĂ€sst Du die Staubflusen wochenlang lustig durch Deine 4 WĂ€nde ziehen? Nein, wir saugen, putzen und wischen regelmĂ€ĂŸig)

12 Tipps zur Umsetzung im Alltag

TĂ€gliche Pflege:
🔆 Langsam essen und ausgiebig kauen, denn hier beginnt die Verdauung

🔆 Ausreichend Wasser trinken. Ca. 1,5-2 Liter pro Tag

🔆 Saubere ErnĂ€hrung (Clean Eating)

🔆 Ballaststoffreich essen, mit viel GemĂŒse, HĂŒlsenfrĂŒchte, alternativ Getreide wie: Quinoa, GrĂŒnkern, Hirse, Buchweizen und am besten Vollkornprodukten anstatt vielen Weißmehlprodukten.

🔆 Baue öfter Chiasamen, Leinsamen, Flohsamenschalen und andere Saaten in Deinen Speiseplan ein. Aber Achtung: Langsam steigern und viel trinken, denn zu viel des Guten, kann zu Verstopfungen fĂŒhren! 

🔆 1 Apfel am Tag – hier bekommt man Ballaststoffe und die volle Palette an Vitalstoffen dazu

🔆 Pausen halten zwischen den Mahlzeiten, von 4-5 Stunden

🔆 Die Darmflora natĂŒrlich aufbauen und stĂ€rken. Über fermentierte Gerichte/ Lebensmittel (zB. Kimchi), ĂŒber natĂŒrliche Probiotika in ZwiebelgewĂ€chsen (auch das natĂŒrliche Antibiotikum aus meiner Rezeptsammlung im Immun Booster Buch ist eine gute Option) oder Du willst es ganz einfach: Ballaststoffe, Vitamine in Kombi mit probiotischen Bakterien zusammen in einem Mix. (Ringana PACK cleansing)

Monatsplanung zur Pflege:
🔆 Wieviele Tage wirst Du Intervall-Fasten einbauen? (Min. 14 Tage wĂ€re ratsam)

🔆 Wieviele Tage wirst Du gezielt entgiften? (Keine Giftstoffe, rein pflanzlich leben und basische Anwendungen einplanen…. natĂŒrliches Antiaging … meine Empfehlung wĂ€re min. 7 Tage pro Monat einzubauen)

🔆 Auch Deine Leber kannst Du auf natĂŒrliche Weise unterstĂŒtzen. zB. mit einem tĂ€glichen grĂŒnen Smoothie (aus Löwenzahn, Feldsalat, Rucola, Brennnessel und einer halben Banane >>> der GrĂŒnzeuganteil soll hier deutlich ĂŒberwiegen!) oder auch ĂŒber Pflanzliche Tropfen: Empfehlenswert ist hier die Urtinktur der Firma Ceres: Taraxacum = Löwenzahn (das ist die Heilpflanze und StĂ€rkung fĂŒr unseren wichtigen „Filter“!)

Jahresplanung
🔆 Wann nimmst Du Dir eine Auszeit als Fastenkur? Plane min. 3 Wochen dafĂŒr ein, um gut vorzubereiten und nachzubereiten. (Meine Empfehlung wĂ€re im FrĂŒhjahr und im Herbst eine Fastenzeit einzubauen … Das ist der Urlaub fĂŒr Magen-Darm 🙂

>>> Trage Dir diese Zeiten fest in Deinem Kalender ein, so wie Du auch Deine Urlaube eintrĂ€gst und Dich darauf freust! UND halte Dich auch dran!!! Gewisse Events sind dann vielleicht nicht möglich oder auch unpassend, daher plane es und strukturiere auch Deinen Gesundheitsplan, damit Dir nichts dazwischen kommt. 

Du brauchst UnterstĂŒtzung bei der Planung und der strukturierten Umsetzung im Alltag, in DEINEM Tag, dann helfe ich Dir gern. Genau das ist mein Job als ganzheitlicher Gesundheitscoach!

Landi

Autor: landiwilke

"Werde zur besten Version Deiner Selbst!" Landi Wilke ist Personal Trainerin & Healthy Lifecoach ... berÀt Dich in Sachen Fitness, Figur, Gesundheit und ErnÀhrung

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